Archivinhalt: Symmetrie

Vortrag und Führung

mit Berthold Reiß

 

Die Symmetrie ist eine klassische Form. Diese kann aber den nicht klassischen Inhalt haben, dass sich Gegensätze ohne Versöhnung gegenüberstehen, sich neutralisieren oder die Waage halten. Diese Art von Gleichgewicht erscheint bereits in der römischen Kaiserzeit. Zugleich wurde die Wahrheit auf immer neue Arten entstellt, vor allem aus Unkenntnis des Gemeinwesens, als sei es ein fremdes Gebilde, dann aus dem Drang zur Schmeichelei oder auch aus Hass gegen die Herrschenden; so gab es bei diesen beiden Gruppen keine Sorge um die Nachwelt, weder bei den erbitterten Gegnern noch bei den unterwürfigen Schmeichlern.

Publius Cornelius Tacitus spricht im Jahr 110 nach Christus von einer Spaltung der Gesellschaft, die bis zum Verlust einer gemeinsamen Wirklichkeit führt und keine Zukunft mehr kennt. Die Gegenwart ist von einer ähnlichen Gefahr beherrscht und von den Versuchen, ihr zu begegnen.

Die Rede von Berthold Reiß handelt von der bildenden Kunst als einem Versuch, der Gefahr ins Auge zu blicken. Dabei erweist sich die Symmetrie, die sprachlos, gleichgewichtig, aber auch autoritär scheint, als ein
unerwarteter Schlüssel.

Durchgeführt von der INITIATIVE KUNST MÜNCHEN im Rahmen des Projekts IMPULSE 2021 (weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier)

Archivinhalt: TIEROIDE

Performance-Rundgang

Patricia London Ante Paris

 

Foto:

Das Performance-Itinerar bietet diverse Interpretationsmöglichkeiten, u.a. über das Maskiertsein, das Umherschweifen (Debord) und das Andere (Levinas).
Der künstlerische Rundgang zieht sich vom Rathaus Pasing durch die Bäckerstraße zum Bahnhof und durch die Gleichmannstraße und die Landsberger Straße zurück zum Rathaus.

Durchgeführt von der INITIATIVE KUNST MÜNCHEN im Rahmen des Projekts IMPULSE 2021 (weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier)

www.patricialondonanteparis.blogspot.com

Aufgrund der momentanen Lage können sich kurzfristige Änderungen im Programm ergeben. Bitte informieren sie sich vor ihrem Veranstaltungsbesuch hier über aktuelle Hinweise und Bekanntgaben.

Archivinhalt: Syrischer Friedenschor & Mohammad B. Eldae (Maler)

Konzert und Ausstellung mit Künstlergespräch

 

Foto: Mohammad B Eldea

Der Syrische Sozial- und Kulturverein in München: Junge Syrerinnen und Syrer, die dem Krieg in ihrer Heimat entkommen sind, aber die die Menschen, die dort geblieben sind, nicht vergessen wollen. Sie machen Musik, Workshops, Tanz, Theater, Sport …, um die Hoffnung nicht zu verlieren, aber auch um zu zeigen, dass sie viel beitragen können zu unserer Gesellschaft.

Der syrische Friedenschor, der von Ahmad Abbas gegründet wurde, besteht aus einer Gruppe junger in München lebender Syrer. Einige der jungen Syrer sangen bei Mozartopernproduktionen, im Bayerischen Landtag und beim Bürgerfest des Bundespräsidenten Joachim Gauck. Die ZDF-Sendung “Die Anstalt” gewann für den Auftritt unter Beteiligung der Mitglieder des Chors den Grimme-Preis und den Amnesty-Menschenrechtspreis 2015.
Ihre Erfahrungen und Freude am Singen und Theaterspielen möchten die Jugendlichen zum Ausdruck bringen. Ihre Vision, so der Initiator Ahmad Abbas, ist, für Frieden in ihrem Land zu singen. Sie singen arabische und deutsche Lieder, auch die Europahymne. Es ist den jungen Syrern ein großes Anliegen, durch Musik ihre Erfahrungsberichte auf die Bühne zu bringen und den in Deutschland Lebenden zu vermitteln, was sie berührt, beschäftigt und bewegt. In der Musik haben sie eine Ausdrucksform und Kraft gefunden. Im Anschluss an ihre Auftritte suchen sie das Gespräch mit dem Publikum und beantworten Fragen zu Flucht, Krieg und Heimat oder tauschen sich zu Friedensgedanken aus.

In Kooperation mit dem Kulturforum München-West

www.syrischer-skv.de, www.Friedensmaler.de

Aufgrund der momentanen Lage können sich kurzfristige Änderungen im Programm ergeben. Bitte informieren sie sich vor ihrem Veranstaltungsbesuch hier über aktuelle Hinweise und Bekanntgaben.