Stadtteilwoche Neuhausen-Nymphenburg erfolgreich beendet
Im Stadtbezirk 9 wurde dieses Jahr für die Stadtviertel Neuhausen und Nymphenburg zu einer Stadtteilwoche eingeladen. An 37 Spielorten gab es bei freiem Eintritt Konzerte, Theateraufführungen, Kabarett, Ausstellungen, Lesungen, Führungen und Kinderaktionen. Die Stadtteilwoche lud ein, das Stadtviertel, sein Kulturangebot und Aktive vor Ort kennenzulernen und sich mit den Bewohner*innen des Viertels auszutauschen.
Unter dem Motto „Wir machen was“ gestalteten mehr als 150 Kreative, Vereine und Institutionen aus dem Stadtbezirk gemeinsam das Programm. Mit den vom Kulturreferat zur Verfügung gestellten, professionell ausgestatteten Bühnen wurden beste Rahmenbedingungen für Auftritte ermöglicht.
Hauptveranstaltungsort mit täglichem Programm war der Festplatz im Hirschgarten in der Nähe des Wasserspielplatzes. Das Programm startete dort am Donnerstag, 3. Juni, um 19.30 Uhr im großen Zirkuszelt mit Grußworten des 2. Bürgermeisters Dominik Krause und der Vorsitzenden des Bezirksausschusses 9, Leonie Lobinger. Im Anschluss daran gab Simon Pearce mit seinem Kabarettprogramm „Hybrid“ den künstlerischen Auftakt.
Beim Feierabendtreff im Gastrozelt waren von 18.00 Uhr an täglich Musikgruppen aus dem Stadtbezirk zu erleben.
Als Gastkünstler*innen traten beim Abendprogramm im Zirkuszelt Größen der Kleinkunst- und Musikszene, wie Sara Brandhuber, Bumillo, Traudi Siferlinger & Pitu Pati, die Paul Daly Band, Franziska Wanninger & Florian Burgmayr und der Gospelchor Stephanus Voices auf.
Am Wochenende konnten vormittags die Kleinen Ihren Spaß im Zirkuszelt haben. Samstags war dort ein Kindermusical zu sehen und am Sonntag präsentierten Stefan Murr und Josef Braun ihre musikalische Märchenlesung.
Über die zahlreichen Vereine und Initiativen aus dem Stadtbezirk konnte man sich am Wochenende im Rahmen einer Kulturdult mit Ständen, Aktionen am Festplatz und Kurzauftritten im Zirkuszelt einen Überblick verschaffen.
Von unterschiedlichen Einrichtungen wurden am Festplatz zahlreiche Mitmach- und Spielaktionen für die ganze Familie angeboten: „Besticken von Postkarten“, „Mangas zeichnen“, „Vorlesen von Bilderbüchern“, „Kinderschminken“, mehrere „Bastel-Workshops“, eine „Handball-Geschwindigkeitsmessung“ oder man konnte eine äthiopische Kaffeezeremonie miterleben.
Im „Zelt der Natur“ brachten die Staatliche Naturwissenschaftliche Sammlungen Bayerns einzigartige Stücke aus Ihren Sammlungen, wie Gesteine, Tiere, Pflanzen und Fossilen mit die man bestaunen, anfassen, sich von Wissenschaftler*innen erklären lassen und mit denen man sogar experimentieren konnte.
Die bildende und die darstellende Kunst hatten ebenfalls Ihren festen Platz auf der Stadtteilwoche: Im Galeriewagen stellten die Künstlerinnen Hermi Seeger und Sieglinde Drechsel ihre Gemälde und Zeichnungen aus. In den Ausstellungszelten wurde Textilkunst von Robert Kis und von der Geschichtswerkstatt Neuhausen e.V. Luftbilder von Neuhausen gezeigt.
Katrin Schafitel hat mit Ihrer Kostüm-Objekt-Performance „Zwink“ den Festplatz belebt und von Sabine Magnet konnte man sich „Poetry to Go“ auf ihrer Schreibmaschine tippen lassen und diese auch gleich mitnehmen.
Im Stadtteilzentrum Kult9 wurde gleich an fünf Tagen Programm angeboten: vom Tanztheater für Kinder über Konzerte und Lesungen bis zum Liederabend. Die Ausstellung „Modelle und Module“ war dort während der ganzen Woche zu besichtigen.
Im Werkhaus konnte man eine Musik-Session, Musiktheater, eine Lesung und ebenfalls ein Konzert besuchen und das Stadtteilkulturzentrum „Kultur im Trafo“ beteiligte sich mit einer Ausstellung der chinesischen Künstlerin Yani Wang und der Aufführung eines Kindermusicals des Blindeninstituts in seinen Räumlichkeiten.
Zusätzlich zu diesen bereits etablierten Kulturorten wurden weitere Einrichtungen zu kulturellen Spielorten. Etwa die Geschäfte „Kleidsam“ und „Stoffwechsel“ der Diakonia, das Münchenstift - Haus Heilig Geist, das Kulturzentrum Gorod, die Werkstätten für behinderte Menschen (IWL) und die Gaststätte Sappralott. Der Neuhauser Platz wurde mit mehreren Open-Air Veranstaltungen belebt.
Einige Kirchen öffneten während der Stadtteilwoche ebenfalls ihre Türen: darunter die Christuskirche, die Stephanuskirche und die Kirchen St. Clemens und St. Vinzenz.
Gesellschaftlich aktuelle und wichtige Themen wie Integration, Nachhaltigkeit oder Inklusion wurden bei den Stadtteilwochenveranstaltungen aufgegriffen. Verschiedene interkulturelle Tanz- und Musikvorführungen und eine interkulturelle Spielstraße waren im Angebot. Es gab Vorträge zum Thema Nachhaltigkeit, Aktionen des „Zero Waste Festival“ von rehab republic e.V. und mehrere Sammelaktionen der Abfallwirtschaftsbetriebe München. Die Werkstätten für behinderte Menschen boten Mitmachaktionen an. Das Blindeninstitut öffnete seinen be-sonderen Spielplatz für die Öffentlichkeit, auf dem man zusammen mit Kindern mit Sehbeein-trächtigung die eigenen Sinne schärfen konnte.
26 Führungen zu unterschiedlichen Themen gaben Gelegenheit, mehr oder Neues über das Stadtviertel zu erfahren.
Die Stadtteilwoche wurde veranstaltet vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München in Zu-sammenarbeit mit dem Bezirksausschuss 9.