Stadtteilwoche in Sendling-Obersendling erfolgreich abgeschlossen

In den Stadtbezirksteilen Sendling und Obersendling wurde vom 27 Juni. bis 03. Juli 2019 wieder zu einer Stadtteilwoche eingeladen. Unter dem Motto „Wir machen was“ gestalteten über 210 Kreative, Vereine und Institutionen gemeinsam das Programm, an dem sich auch bekannte Künstlerinnen und Künstler mit Gastauftritten beteiligten.
Trotz Hitzewelle nutzten ca. 15.000 Besucher/Innen das vielfältige kulturelle Angebot und besuchten 45 verschiedene Spielorte, um möglichst viele der angebotenen Programmpunkte – bei freiem Eintritt – miterleben zu können: Konzerte, Theateraufführungen, Kabarett, Ausstellungen, Lesungen, Führungen, Kinderaktionen und vieles mehr.

Hauptveranstaltungsort war die Grünanlage „Neuhofer Park“ an der Plinganserstraße. Im großen Zirkuszelt fanden Nachmittags Schulaufführungen und am Abend Musik- und Kabarettveranstaltungen statt. Im Gastrozelt gab es einen täglichen „Feierabendtreff“ mit Musikgruppen aus dem Stadtviertel und ein Nachmittagsprogramm, das sich speziell an Senioren richtete. Mit den vom Kulturreferat zur Verfügung gestellten professionell ausgestatteten Bühnen wurden beste Rahmenbedingungen für die Auftritte ermöglicht.

Neben den zwei großen Veranstaltungszelten erfreuten sich auch die weiteren „Themen-Zelte“ am Festplatz größter Beliebtheit. Das Kunstzelt wurde jeden Tag von der Künstlergruppe „Kunst in Sendling“ genutzt, um einzelne Künstler und Künstlerinnen und Ihre Werke vorzustellen.
Der Flößer-Kulturverein München-Thalkirchen e.V. bot in seinem Zelt Lesungen und Aktionen rund um das Thema Flößer an.

Zur Erinnerung an das Sendlinger Lustspielhaus in der Oberländerstraße, das zum Discountermarkt umgebaut und 2016 abgerissen wurde, eröffnete während der Stadtteilwoche das „Sendlinger Zeltkino“. Hier wurden täglich verschiedene Filme des Sendlinger Dokumentarfilmers Reinhold Rühl gezeigt, darunter auch der Film „Sendling – wo man leben möchte“ in dem er über mehrere Jahre hinweg seinen Blick auf Sendling filmisch festgehalten hat.

Über die zahlreichen Vereine und Initiativen aus dem Stadtbezirk konnte man sich am Wochenende im Rahmen einer Kulturdult mit Ständen und Aktionen einen Überblick verschaffen. Angebote, wie z.B. Bastel-, Kunst-, Foto- und Spielaktionen, ein „außerirdischer Walkact“ oder die Fahrzeugschau der Polizeistation 15 und 29 mit Schanderlbus und Streifenwagen boten Spaß für die ganze Familie.

Der zentrale Sendlinger Platz „Am Harras“ wurde am Freitag mit einer Illumination der Fassaden, des Brunnens und der Bäume ab Einbruch der Dämmerung in ganz besonderes Licht getaucht.

Neben den bereits etablierten kulturellen Einrichtungen in Sendling, wie dem Stemmerhof, dem Wirtshaus zum Isartal, der Münchner Volkshochschule, der Sendlinger Kulturschmiede, dem KloHäuschen oder der Stadtbibliothek wurden auch weitere Einrichtungen im Stadtteil zu kulturellen Spielorten umfunktioniert.

Auch zwei neue Einrichtungen im Stadtbezirk nutzten die Stadtteilwoche um sich dem Viertel vorzustellen. Die unter neuer Leitung stehende „Bergschmiede“ in der Plinganserstraße bot drei Tage Programm mit Kunst, Literatur, Musik, Bewegung, Informationen und Ausstellungen zum Kennenlernen an und die neu an den Gottfired-Böhm-Ring gezogene Wagenburg „Stattpark Olga“ lud alle Viertel-Nachbarn zum Tag der offenen Türe, zur Fahrradwerkstatt oder zum „Platzkonzert“ ein.

Zahlreiche soziale Einrichtungen aus dem Stadtteil beteiligten sich an der Stadtteilwoche: das ASZ Sendling, der Kinder- und Jugendtreff 2Club, das Spiel- und Bildungszentrum Sendling, das Städtische Haus für Kinder, der Fluchtpunkt – Verein für Jugendpflege und Jugendhilfe e.V., oder der Treff der elly – für Familien und Nachbarn. Im Pfarrsaal St. Margaret konnte man eine professionelle Theateraufführung und eine Musikveranstaltungen besuchen.

34 Führungen zu unterschiedlichen Themen gaben Gelegenheit, mehr oder Neues über das Stadtviertel zu erfahren. Es wurden Rundgänge mit geschichtlichen, historischen oder lokalen Schwerpunkten angeboten. Interessierte hatten z.B. die Möglichkeit die Großmarkthalle zu besichtigen, den alten jüdischen oder den Sendlinger Friedhof zu besichtigen, verschiedene Ehrenamtstätigkeiten im Stadtviertel kennenzulernen, Sich an einer Wildkräuterführung auf der Stemmerwiese zu beteiligen oder die renaturierte Isar zu erkunden.